September 2025
Künstler: Paul Torsten Hahn
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1962 in Berlin geboren
1984 – 1987 Studium an der Fachschule für Werbung und Gestaltung (Messe- und Ausstellungsbau) 1990 – 1998 Diplomstudium an der Kunsthochschule Berlin - Weißensee, Malerei/Grafik bei Prof. Dieter Goltzsche 1997 – 1998 Meisterschüler bei Prof. Dieter Goltzsche 1998 Stipendium an der Cité Internationale Des Arts in Paris 2001 – 2004 Lehrtätigkeit im Studio Zeiler, München 2002 – 2016 Lehrauftrag an der Akademie für Mode und Design München (Aktzeichnen) 2003 – 2011 Leitung einer eigenen Grafikwerkstatt (Schule für Malen, Zeichnen und traditionelle Druckgrafik) 2008 – 2015 Dozent an der Yehudi Menuhin Stiftung München 2017- heute Lebt als freischaffender Künstler in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern |
Slideshow:
Wegbeschreibung
In Ostberlin geboren und aufgewachsen in der dortigen Kulturszene wurde ich von der sogenannten Berliner Schule beeinflusst. Dazu gehörten u.a. Christa und Lothar Böhme, Brigitte Handschick, Margot Sperling und Dieter Goltzsche. Sie bezogen ihren Einfluß von Paul Cezanne, Henri Matisse, Pablo Picasso, Alberto Giacometti u.a. So war mein Weg gekennzeichnet von der klassischen Moderne und natürlich meiner Zeit, ohne meinem Zeitgeist hinterherzulaufen.
Mit etwa 18 Jahren begegnete ich Wulf Seiler, der mich im Fach Freies Gestalten an der Fachschule für Werbung und Gestaltung wesentlich beeinflusste. Lothar Böhme war im Otto-Nagel-Haus in Berlin derjenige, der mir Farbe im Akt und Stillleben nahe brachte.
An der Kunsthochschule in Berlin-Weissensee war Dieter Goltzsche mein wichtigster Mentor und Lehrer für Malerei/Grafik, neben Bernd Wilde, bei dem ich Bildhauerei studierte. Ein Meisterschüler-Jahr in Paris formte meinen Gestaltungswillen hin zu einer fast non-figurativen Abstraktion.
Im Vordergrund stehen heute für mich die Malerei, Bildhauerei, das Zeichnen, die traditionelle Druckgrafik und auch die Fotografie.
Heute kann ich sagen, dass das Malen mir das Leben gerettet hat. In jungen Jahren habe ich unter dem Tisch gesessen und habe mir dort meine eigene Welt geschaffen, die andere Welt da draußen verstand ich nicht. Gewalt spielte in meiner Familie eine große Rolle, deshalb musste ich einen Weg finden, um mich selbst zu schützen. Das funktionierte am besten, indem ich mich unsichtbar machte. Im Geheimen begann ich, mein Lebenswerk zu entwickeln und zeichnete/malte, wo immer es sich anbot. In gewisser Weise entstand mein gezeichnetes Tagebuch, welches bis heute nicht beendet ist.
Das Zeichnen und Malen funktionieren wie ein Seismograf, dessen Spuren meine inneren Bewegungen nach außen sichtbar machen. Jeder Strich hat nur mit mir selbst zu tun, das lehrte mich Dieter Goltzsche, der bis heute meine Verehrung erfährt. Es erwuchs eine künstlerische Denkform und eine daraus resultierende Bildgestaltung.
Seit zweieinhalb Jahren lebe ich nun in Mecklenburg. Diese Landschaft prägt mich in einem Maße, welches sich in einer Horizonterweiterung, im Weitblick, im wahrsten Sinne des Wortes, wiederfindet. Es sind die Bäume mit ihren langen Schatten, das Wasser das im Winter über die Ufer tritt und alles in große Seen verwandelt, die Wolken die sich in unendlichen Formationen zeigen, die Häuser die oft ihr Skelett offenbaren und von längst vergangenen Zeiten berichten, das Licht welches nur hier im flachen Land so scheinen kann, die Farben die sich mir in ihrer unendlichen Vielfalt zeigen, die Menschen, die unbemerkt Einzug in mein Werk finden.
Die nahe Ostsee, die einst in meiner Kindheit mein Lebensraum war, wird heute zur Lebenserfüllung, zum Mittelpunkt meines Lebens. Es ist die Atemluft und die Weite, die mich zum Arbeiten treibt, zur Konzentration bringt, zu der Ruhe, die mir unabdingbar zum Schaffen erscheint, aber am Ende ist für mich das in mir Vorhandene, Innere wichtig, was zum Ausdruck drängt und weniger der Blick nach außen.
In Ostberlin geboren und aufgewachsen in der dortigen Kulturszene wurde ich von der sogenannten Berliner Schule beeinflusst. Dazu gehörten u.a. Christa und Lothar Böhme, Brigitte Handschick, Margot Sperling und Dieter Goltzsche. Sie bezogen ihren Einfluß von Paul Cezanne, Henri Matisse, Pablo Picasso, Alberto Giacometti u.a. So war mein Weg gekennzeichnet von der klassischen Moderne und natürlich meiner Zeit, ohne meinem Zeitgeist hinterherzulaufen.
Mit etwa 18 Jahren begegnete ich Wulf Seiler, der mich im Fach Freies Gestalten an der Fachschule für Werbung und Gestaltung wesentlich beeinflusste. Lothar Böhme war im Otto-Nagel-Haus in Berlin derjenige, der mir Farbe im Akt und Stillleben nahe brachte.
An der Kunsthochschule in Berlin-Weissensee war Dieter Goltzsche mein wichtigster Mentor und Lehrer für Malerei/Grafik, neben Bernd Wilde, bei dem ich Bildhauerei studierte. Ein Meisterschüler-Jahr in Paris formte meinen Gestaltungswillen hin zu einer fast non-figurativen Abstraktion.
Im Vordergrund stehen heute für mich die Malerei, Bildhauerei, das Zeichnen, die traditionelle Druckgrafik und auch die Fotografie.
Heute kann ich sagen, dass das Malen mir das Leben gerettet hat. In jungen Jahren habe ich unter dem Tisch gesessen und habe mir dort meine eigene Welt geschaffen, die andere Welt da draußen verstand ich nicht. Gewalt spielte in meiner Familie eine große Rolle, deshalb musste ich einen Weg finden, um mich selbst zu schützen. Das funktionierte am besten, indem ich mich unsichtbar machte. Im Geheimen begann ich, mein Lebenswerk zu entwickeln und zeichnete/malte, wo immer es sich anbot. In gewisser Weise entstand mein gezeichnetes Tagebuch, welches bis heute nicht beendet ist.
Das Zeichnen und Malen funktionieren wie ein Seismograf, dessen Spuren meine inneren Bewegungen nach außen sichtbar machen. Jeder Strich hat nur mit mir selbst zu tun, das lehrte mich Dieter Goltzsche, der bis heute meine Verehrung erfährt. Es erwuchs eine künstlerische Denkform und eine daraus resultierende Bildgestaltung.
Seit zweieinhalb Jahren lebe ich nun in Mecklenburg. Diese Landschaft prägt mich in einem Maße, welches sich in einer Horizonterweiterung, im Weitblick, im wahrsten Sinne des Wortes, wiederfindet. Es sind die Bäume mit ihren langen Schatten, das Wasser das im Winter über die Ufer tritt und alles in große Seen verwandelt, die Wolken die sich in unendlichen Formationen zeigen, die Häuser die oft ihr Skelett offenbaren und von längst vergangenen Zeiten berichten, das Licht welches nur hier im flachen Land so scheinen kann, die Farben die sich mir in ihrer unendlichen Vielfalt zeigen, die Menschen, die unbemerkt Einzug in mein Werk finden.
Die nahe Ostsee, die einst in meiner Kindheit mein Lebensraum war, wird heute zur Lebenserfüllung, zum Mittelpunkt meines Lebens. Es ist die Atemluft und die Weite, die mich zum Arbeiten treibt, zur Konzentration bringt, zu der Ruhe, die mir unabdingbar zum Schaffen erscheint, aber am Ende ist für mich das in mir Vorhandene, Innere wichtig, was zum Ausdruck drängt und weniger der Blick nach außen.