November 2025
Künstler: Vito Manolo Quiñones
Die Kaperfahrt. Der Gewaltakt, der Überfall auf offenem Meer, wo nur das Naturgesetz determiniert. Diesem Szenario widmet sich Vito Manolo Quiñones in seiner neuen opulenten Bilderreihe. Der Fokus liegt dabei auf der emotionalen Anspannung unmittelbar vor dem bevorstehenden Kampf. Die einzelnen Freibeuter, ihre Waffen und ihr Schiff, vermengen sich zu einem Amalgam. Tod, Leben, Adrenalin, das Abenteuer und die Lust darauf sowie die Not des Menschen derlei Risiken eingehen zu müssen – all das ist in den Gesichtern dieser reduzierten, auf ihre Funktion vereinheitlichten und zur Gewalttat bereiten Wesen ablesbar, was Angst und Beklemmung erzeugt. Schwerter, Gliedmaßen, Pistolen, Takelage, Reling – sie verschmelzen zu einem Sog der emotionalen Eindringlichkeit. Jan und Hein und Klaas und Pit, die haben Bärte, die fahren mit. Der Moment der höchsten Anspannung unmittelbar vor dem Überfall, die konzentrierten Gesichter, die auf ihr Ziel und die bevorstehende Herausforderung fokussiert sind: Vito Manolo Quiñones nimmt diesen kurzen Moment und lässt ihn in einer überbordenden Bilderwelt erstarren, in der das Detail, das Individuum verschwimmt und in einer hart und grob schraffierten Einheit aufgeht. Ein Cliffhanger der Emotionen. Alle, die Hölle und Teufel nicht fürchten, müssen Männer mit Bärten sein. Jan und Hein und Klaas und Pit, die haben Bärte, die fahren mit.
Der Abschluss der Reihe, das, was übrig bleibt, sind die Schatzkarten der Freibeuter – ein Schlüssel zum Ertrag und gleichzeitig Anlage für schlechte Zeiten. Für Außenstehende zu dechiffrieren unmöglich. Vielleicht sind sie ja auch ein Spiegelbild der Freibeuter-Seele, gespickt mit turbulenten Ereignissen und dargestellt durch Verwerfungen, Markierungen, additiv angebrachten Material und Verwirrung stiftenden Wegegewirr. Entschlüsselbar nur für Jan und Hein und Klaas und Pit, die haben Bärte, die fahren mit. Vito Manolo Quiñones lebt und arbeitet in Leipzig.
Der Abschluss der Reihe, das, was übrig bleibt, sind die Schatzkarten der Freibeuter – ein Schlüssel zum Ertrag und gleichzeitig Anlage für schlechte Zeiten. Für Außenstehende zu dechiffrieren unmöglich. Vielleicht sind sie ja auch ein Spiegelbild der Freibeuter-Seele, gespickt mit turbulenten Ereignissen und dargestellt durch Verwerfungen, Markierungen, additiv angebrachten Material und Verwirrung stiftenden Wegegewirr. Entschlüsselbar nur für Jan und Hein und Klaas und Pit, die haben Bärte, die fahren mit. Vito Manolo Quiñones lebt und arbeitet in Leipzig.